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Segens-Gottesdienst zum Welt-Alzheimer-Tag
Am 20. September wurde auch im Schilling-Stift wieder ein besonderer Gottesdienst anlässlich des Welt-Alzheimer-Tages gefeiert. Rund 30 Bewohnerinnen und Bewohner sowie Angehörige und Mitarbeitende nahmen teil, sodass sich schließlich gut 40 Menschen zum Gottesdienst versammelt hatten. Dass so viele Bewohnerinnen und Bewohner dabei sein konnten, war nicht zuletzt dem engagierten Einsatz der Sozialen Betreuung und der Pflegekräfte zu verdanken.
Im Mittelpunkt der Predigt von Seelsorgerin Cornelia Engler stand in diesem Jahr das „Hohelied der Liebe“ aus dem 1. Korintherbrief. „Die Liebe hört niemals auf“, heißt es dort. Eine Zusage, die gerade im Blick auf Menschen mit Demenz eine besondere Bedeutung hat: Auch wenn Erinnerungen verblassen und Worte verloren gehen, bleiben Zuneigung, Nähe und Liebe – die Liebe zu Menschen mit Demenz ebenso wie die Liebe, die sie selbst empfinden und die von ihnen ausgeht.
Marianne Franz gestaltete den Gottesdienst wieder mit ihrem einfühlsamen und schönen Klavierspiel. Ihre Musik, die Begleitung der gemeinsam gesungenen Lieder und ihr Spiel zum Ausklang trugen wesentlich zur besonderen Atmosphäre des Gottesdienstes bei.
Zum Abschluss wurden die Bewohnerinnen und Bewohner von Cornelia und Aaron Engler persönlich gesegnet. Als kleine Erinnerung bekamen sie außerdem ein „Lebkuchenherz“ mit der Aufschrift „Für dich“ umgehängt – nicht zum Essen, sondern als liebevoll gestaltetes Zeichen zum Mitnehmen und Behalten. So wurde aus dem Gottesdienst zum Welt-Alzheimer-Tag weit mehr als ein Hinweis auf eine Erkrankung und die mit ihr verbundenen Herausforderungen. Er erinnerte daran, was auch dann bleiben kann, wenn anderes verloren geht: Nähe und Zuwendung, Gemeinschaft und das Gefühl, angenommen zu sein. Und vor allem jene Liebe, von der Paulus schreibt: Sie hört niemals auf.
Text: Cornelia Engler, Fotos: Aaron Engler